Salamanca
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Klangartefakte
1 Juni - 31 Oktober 2026

Klangartefakte

EDUARDO BALANZA

Kuratiert von: Sema D’Acosta

Die Technologie ermöglichte es, dass Musik, insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zu einem universellen Ausdruck wurde. Die Schallplatte zuerst und dann das Aufkommen der Kassette und der Radiokassetten trugen dazu bei, eine Demokratisierung des Hörens und die Personalisierung von Aufnahmen zu festigen. Auch Synthesizer waren in dieser zeitgenössischen Revolution unerlässlich. Vor einigen Jahrzehnten wurde ein Teil unserer Identität auf Klangartefakten aufgebaut, die prägen würden, wer wir sind oder waren. Heute ist die Welt eine andere. Musik hat keine Körperlichkeit mehr, sie ist etwas Immaterielles geworden; im 21. Jahrhundert hat sie eine andere Richtung eingeschlagen als Motor der Sorgen und Anliegen der jungen Menschen. Das Projekt, das Eduardo Balanza (Murcia, 1971) im DA2 präsentiert, reflektiert über die analoge Archäologie und die physischen Aspekte von Objekten, die mit Popmusik verbunden sind, jener Musik, die wir unbewusst verinnerlichen und die schließlich den Soundtrack unseres Lebens bestimmt. Wir erleben das Ende einer Ära und die Mutation eines Paradigmas, das insbesondere die Identität von Jugendlichen betrifft. Wenn Musik früher die Schaffung eines eigenen, unabhängigen Raumes ermöglichte, wird das Denken heute von Algorithmen und der Industrie kontrolliert, alles scheint homogener geworden zu sein. Wenn musikalische Veränderungen eng mit gesellschaftlichen Transformationen und der visuellen Kultur jedes Augenblicks verbunden sind, bedeutet das Eintauchen in diese jüngste Vergangenheit, zu versuchen zu verstehen, was in der Gegenwart geschieht.
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