AUSSICHTSPUNKT MONTERREY
1 StundeDer Aussichtspunkt Monterrey ist Teil der Aussichtsturmroute von Salamanca. Er befindet sich im Ostturm des Palacio de Monterrey und sein Zugang ist in den Rundgang durch dieses symbolträchtige Gebäude integriert. Seit fast fünfhundert Jahren bietet dieser Wachturm einen privilegierten Blick auf das Herz der Stadt. Er wurde als Symbol der Macht und des Adels der Familie Fonseca, Grafen von Monterrey, konzipiert, deren Wappen an den Ecken der Türme prangen.
Vor dem Besucher entfaltet sich ein spektakuläres Panorama: der Torreón de las Úrsulas, die Kirche La Purísima, der Glockenturm von San Benito und das ehemalige Königliche Kolleg der Gesellschaft Jesu, heute Sitz der Päpstlichen Universität und der Kirche La Clerecía. Von diesem Punkt aus können auch die Dachzierden und Schornsteine, die den Palast krönen, detailliert bewundert werden.
Ende des 17. Jahrhunderts ging der Palast in den Besitz des Hauses Alba über. Die elegante platereske Dekoration, die seine Türme schmückt – mit Wappen, Medaillons und Grotesken – zusammen mit der Galerie und dem durchbrochenen Dachkamm, der das Gebäude krönt, verleihen dem Bauwerk außergewöhnliche Schönheit und visuelle Wirkung.
In seinem Inneren beherbergt er wertvolle Kunstsammlungen mit Werken von Meistern wie José de Ribera oder Claudio Coello.
Der Turm des Palacio de Monterrey erhebt sich wie ein echter Wachturm über Salamanca und ist eines der bekanntesten Symbole der Stadt. Seine Silhouette, die seit fast fünf Jahrhunderten den urbanen Horizont prägt, fügt sich in das monumentale Ensemble ein, das Salamanca seinen einzigartigen Charakter verleiht.
Von diesem Turm aus sind einige der herausragendsten Elemente des Palastes zu sehen: die Dachkämme, wahre in Stein gemeißelte Filigranarbeiten, und die Kamine, geschmückt mit den Wappen des Hauses Monterrey, getragen von fantastischen Figuren und Wesen. Diese Details aus der Nähe zu betrachten ist ein Privileg, denn nur aus dieser Entfernung offenbart sich ihr ganzer ornamentaler Reichtum.
Der Aussichtspunkt bietet zudem unvergleichliche Blicke auf die historische Stadt. In Richtung Plaza de las Agustinas sind das Augustinerinnenkloster und die Kirche La Purísima zu erkennen, die im 17. Jahrhundert vom VI. Grafen von Monterrey als Grabkapelle konzipiert wurde. Dahinter erhebt sich imposant das ehemalige Königliche Kolleg der Gesellschaft Jesu, heute Päpstliche Universität, und zu seiner Linken der Turm der Kirche San Benito, die ebenfalls mit der Familie Fonseca verbunden ist. Sogar die Kathedrale lässt sich schüchtern blicken, mit einem Strebepfeiler und einem Turmfragment, die in der Ferne auftauchen.
Die Plaza de Monterrey öffnet sich zu Füßen des Turms, beherrscht von der Skulptur, die die Stadt dem Prinzen Juan, dem einzigen männlichen Sohn der Katholischen Könige, anlässlich des 500. Jahrestages seines Todes widmete. Das Werk, geschaffen vom Bildhauer Agustín Casillas, ist von der Figur des berühmten Doncel de Sigüenza inspiriert.
In nördlicher Richtung erhebt sich die gotische Apsis des Klosters der Verkündigung, im Volksmund bekannt als Las Úrsulas. Von diesem Punkt aus ist auch das Haus zu erkennen, in dem Don Miguel de Unamuno seine letzten Jahre verbrachte und starb, und von dessen Balkon aus er mit tiefer Bewunderung die Silhouette des Turms von Monterrey betrachtete. Von seiner Präsenz fasziniert, zeichnete der Schriftsteller ihn und widmete ihm ein Gedicht, dessen erste Strophe die mächtige symbolische Bedeutung dieses einzigartigen Bauwerks hervorruft.
Turm von Monterrey, quadratischer Turm, der du Männer und Tage vorbeiziehen siehst, du sprichst zu mir von Vergangenheit und Zukunft Renaissance.