Salamanca
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BAROCKRETABEL DER CLERECÍA

30 Minuten
Die Kirche La Clerecía ist Teil des ehemaligen Königlichen Kollegs der Gesellschaft Jesu in Salamanca. Dem Heiligen Geist auf ausdrücklichen Wunsch von Königin Margarethe von Österreich geweiht, änderte sie ihren Namen in Kirche La Clerecía, nachdem sie nach der Vertreibung der Jesuiten im Jahr 1767 unter die Obhut der Königlichen Klerisei von San Marcos gestellt wurde. Der Kircheninnenraum birgt ein außergewöhnliches Ensemble von Altaraufsätzen, wobei der Hochaltaraufsatz besonders hervorsticht. Es handelt sich um eine gewaltige 22 Meter hohe Holzkonstruktion, die mit salomonischen Säulen verziert ist. In ihrem mittleren Feld sind die große Monstranz zur Aussetzung des Allerheiligsten Sakraments, das Relief der Herabkunft des Heiligen Geistes und das Relief des Heiligen Ignatius, der die Geistlichen Übungen unter der Inspiration der Jungfrau Maria und der Heiligen Dreifaltigkeit verfasst, besonders bemerkenswert.
Der Barock ist eine lange Periode der Kunstgeschichte, die sich zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert entwickelte. Seine Entwicklung umfasst mehrere Etappen, in denen sich eine Evolution von der Kälte der manieristischen Kunst bis zur Üppigkeit des Rokoko vollzieht. Diese Entwicklung hin zu einer immer opulenteren Kunst ist auch in der Innenausstattung der Gotteshäuser, insbesondere der Altarbilder, deutlich sichtbar.

Altarbilder sind liturgische Möbelstücke, die den Kopfbereich der Tempel oder Kapellen einnehmen, in denen sie sich befinden. Für ihren Bau wurde hauptsächlich Holz oder Stein verwendet. In vielen von ihnen werden verschiedene Materialien (Holz, Marmor, Jaspis, Metall usw.) kombiniert, was die Beteiligung von Spezialisten verschiedener künstlerischer Disziplinen an einem einzigen Altarbild erforderte. Ihre Struktur ist als große Bühnen oder Fassaden konzipiert, in denen Skulpturen, Reliefs oder Gemälde, die heilige Geschichten erzählen, verteilt sind. Im 17. Jahrhundert, den Postulaten des Konzils von Trient und der Gegenreformation folgend, werden Altarbilder große Ausstellungsstücke enthalten, um das Sakrament der Eucharistie zu verherrlichen, und in ihnen die Verteidigung der realen Gegenwart Christi in der Eucharistie symbolisieren.

Alle Kirchen Salamancas verfügen(ten) über bedeutende Altarbilder. Viele davon sind im Barockstil und fast alle im churrigueresken Stil. Um diese Kunstwerke aufzuwerten und bekannt zu machen, hat die Stadtverwaltung von Salamanca einen touristischen Rundgang durch acht der Kirchen gefördert, die diese prächtigen Strukturen beherbergen. Jedes von ihnen hat seinen eigenen Stil, aber der rote Faden der Route ist, dass es sich um barocke Werke handelt, die zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert erbaut wurden.

Die Kirchen Vera Cruz, La Purísima, del Espíritu Santo (La Clerecía), Santa Clara, San Esteban, Sancti Spíritus und die Kapellen des Cristo de las Batallas (Kathedrale von Salamanca) und San Jerónimo (Universität) bilden die „Konstellation der Barockaltarbilder“, die dazu einlädt, diese Räume mit barocken Altarbildern zu erkunden.
Das Angebot wird durch die Installation von Informationspfosten in jeder dieser Kirchen mit Fotos und einem QR-Code ergänzt, der auf die Website mit allen Informationen zu jedem Altarbild verweist.
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Religiöses Gebäude: Kirchen, Klöster, Moscheen, Synagogen und Tempel
Kirche
Sehenswürdigkeit
Preis für freien Besuch
  • Individual - 6.00 €
  • Grupos (Número mínimo: 8) - 5.00 €