Salamanca
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BAROCKES RETABEL DES KLARISSENKLOSTERS

30 Minuten
Die Ursprünge des Klosters Santa Clara reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im Jahr 2019 verließ die Kongregation der Klarissen das Kloster aufgrund fehlender Berufungen, woraufhin es in ein Museum umgewandelt wurde.

Die Kirche ist mit sieben barocken Altarbildern geschmückt, wobei das Hauptaltarbild hervorsticht, das Anfang des 18. Jahrhunderts von Joaquín de Churriguera und Pedro de Gamboa geschaffen wurde. Es ist ein prächtiges Beispiel des salmantinischen Barocks, das sich durch seinen dekorativen Reichtum und seine harmonische Anpassung an die Struktur des Tempels auszeichnet. Es wurde aus vergoldetem Holz mit Blattgold gefertigt und weist eine dynamische Struktur auf, die sich um drei von salomonischen Säulen getrennte Gassen organisiert, die mit Weintrauben und Weinblättern bedeckt sind, Symbolen der Eucharistie.

In der Mitte befindet sich der Tabernakel unter einem Baldachin, neben der Statue der Heiligen Klara mit der Monstranz, was die eucharistische Botschaft des Ensembles verstärkt. Darüber, auf dem Dachboden, erscheint die Unbefleckte Empfängnis, hervorgehoben durch die Anwesenheit von Engeln, die den Blick auf sie lenken. Die Seitengassen beherbergen die Figuren des Heiligen Franz von Assisi und des Heiligen Antonius von Padua und vervollständigen ein kohärentes und ausgewogenes ikonografisches Programm.

Dieses Altarbild ist Teil der „Ruta de la Constelación de Retablos Barrocos de Salamanca“ (Route der Konstellation barocker Altarbilder von Salamanca), einer Kunstroute, die dazu einlädt, die Pracht der Barockkunst durch die in acht Tempeln der Stadt erhaltenen Altarbilder wiederzuentdecken.
Unter dem Namen 'Konstellation der Barockaltäre von Salamanca' und mit dem Ziel, dieses wertvolle Erbe zu bewahren und zu verbreiten, wurde eine touristische Route entworfen, die acht Kirchen der Stadt durchquert, in denen diese imposanten Werke aufbewahrt werden. Dieser Rundgang lädt den Besucher ein, in die Pracht der Barockkunst durch einige der herausragendsten Altäre Salamancas einzutauchen.

Zu den am besten erhaltenen Beispielen gehören jene, die von den Gebrüdern Churriguera geschaffen wurden, deren Arbeit entscheidend für die Entwicklung des Hochbarocks war, insbesondere in seiner dekorativsten Ausprägung. Besonders hervorzuheben ist der prächtige Altar, den José de Churriguera für die Kirche San Esteban ausführte. Doch auch seine Brüder hinterließen eine bemerkenswerte Spur: Alberto de Churriguera ist der Autor des Altars der Kapelle Cristo de las Batallas in der Neuen Kathedrale, während Joaquín de Churriguera jene der Kapelle Veracruz und des Klosters Las Claras schuf.

Die Kirche des Klosters Santa Clara beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung von sieben Barockaltären, deren goldener Glanz das Innere des Gotteshauses erhellt. Darunter ragt der Hauptaltar heraus, der 1701 bei Joaquín de Churriguera und Pedro de Gamboa in Auftrag gegeben wurde und trotz seiner geringeren Abmessungen eine enge Beziehung zu dem von José de Churriguera für die Kirche San Esteban geschaffenen Altar aufweist.

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