Salamanca
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CAMPO DE SAN FRANCISCO

30 Minuten

Der Campo de San Francisco ist der älteste Garten Salamancas. Sein Ursprung reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als er auf einem großen unbebauten Gelände vor dem Kloster San Francisco el Real angelegt wurde, von dem er seinen Namen hat. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Park zahlreiche Veränderungen erfahren.

Heute ist ein Spaziergang auf seinen Wegen im Schatten eines alten Baumbestandes fast wie eine Reise durch ein kleines Stück der Geschichte Salamancas. Brunnen, Skulpturen und charmante Ecken erinnern an seine Vergangenheit, während seine ruhige Atmosphäre ihn zu einem perfekten Ort macht, um mitten im Stadtzentrum abzuschalten.

Heute ist der Campo de San Francisco viel mehr als nur ein historischer Garten: Er verfügt über einen Kinderspielplatz, einen Gesundheitsbereich mit Trainingsgeräten für Erwachsene und ein Café mit Terrasse, das dazu einlädt, die Umgebung in Ruhe zu genießen.

Der Parque de San Francisco ist ein geschichtsträchtiger Ort, der die Entwicklung der Stadt über mehrere Jahrhunderte begleitet hat. Seine ruhige Atmosphäre, seine jahrhundertealten Bäume sowie seine Brunnen und Skulpturen machen ihn zu einem Ort zum Spazierengehen und Entspannen, wo Vergangenheit und Gegenwart an jeder Ecke miteinander verschmelzen.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts befand sich der Campo de San Francisco am Stadtrand von Salamanca, neben der Puerta de San Bernardo de la Cerca Nueva. Sein Name bezog sich auf die weite Esplanade, die sich vor dem Convento de San Francisco el Real erstreckte, in dessen Umgebung bedeutende Denkmäler der Stadt konzentriert waren, wie das Colegio Mayor del Arzobispo Fonseca, die Iglesia de la Vera Cruz, das Convento de las Úrsulas, der Palacio de Monterrey oder die Iglesia de la Purísima.

Dieser Garten ist im kollektiven Gedächtnis mit wichtigen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte und Literatur verbunden geblieben. Miguel de Unamuno hatte eine enge Beziehung zum Campo de San Francisco. Kurz nach seinem Umzug in die Stadt mietete er eine Wohnung neben diesem Ort, bekannt als die „Casa de los Azulejos“. Dieser Park wurde zu einem seiner Lieblingsorte. Seine letzte Residenz in der Calle Bordadores lag ebenfalls sehr nah am Park, was seine Verbindung zu diesem Ort noch verstärkte. Unamuno erwähnte ihn oft in seinen Schriften und nutzte ihn als Symbol des Lebens in Salamanca und als Spiegelbild des Geistes der Stadt, die er so sehr liebte. Carmen Martín Gaite beschrieb diesen Winkel Salamancas in ihrem Roman „El cuarto de atrás“. Darin schreibt sie: «Es gab eine Zeit, in der ich morgens Don Quijote in den Campo de San Francisco mitzunehmen begann, einen abgelegenen Park in Salamanca, den Don Miguel de Unamuno sehr mochte.»

Heute verfügt er über einen Kinderspielplatz, einen bio-gesundheitlichen Bereich mit Fitnessgeräten für Erwachsene, eine Cafeteria mit Terrasse und Grünflächen mit Steinbänken. Eines der einzigartigsten Ereignisse, die an diesem Ort gefeiert werden, ist die traditionelle Versammlung von Tieren und Haustieren anlässlich des Festes des Heiligen Antonius. An diesem Tag segnen die Kapuzinerpatres die Tiere in einer Zeremonie, die jedes Jahr zahlreiche Bürger zusammenbringt und zu einem liebenswerten und lang erwarteten Ereignis geworden ist.

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