Geschichte des Handels und der Industrie von Salamanca
Die Ausstellung wird durch eine audiovisuelle Präsentation gezeigt, die die Meilensteine der Handels- und Industriegeschichte Salamancas von 1850 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Diese Jahrzehnte sind von besonderem Interesse für die Modernisierung der Städte. Die Ankunft der Eisenbahn, des Lichts und des Trinkwassers sind herausragende Ereignisse, die zusammen mit Fortschritten und Entdeckungen wie der Fotografie, der Eisenarchitektur, den chemischen Düngemitteln usw. dazu dienen, die Entwicklung Salamancas zu verstehen und den Ort, den wir bewohnen, wertzuschätzen.
Märkte
Die Entwicklung der Märkte im Laufe der Zeit ist aufschlussreich, um den Raum und die Architektur der Stadtzentren zu verstehen. Im Mittelalter verlagerte sich der Markt der Stadt am Tormes vom alten Azogue oder dem Kathedralenplatz über die Rúa Mayor bis zur Plazuela de San Martín. Die kleinen Plätze der Altstadt dienten später dazu, informelle Märkte wie die der Plaza de la Verdura, del Carbón, El Corrillo, La Libertad usw. zu beherbergen.
Im 19. Jahrhundert kümmerte sich die hygienistische Denkströmung darum, das Leben der Stadtbewohner zu verbessern. Ihre Theorien manifestierten sich in Arbeits-, Gesundheitsschutz- und auch Stadtplanungsaspekten. Die Versorgungsmärkte berücksichtigten bei ihrer Konstruktion hygienistische Prinzipien, indem sie mit großen Fenstern, großzügigen Türen, Wasseranschlüssen zur Reinigung und luftigen Eisen- und Glasverkleidungen ausgestattet wurden, alles für die korrekte Behandlung verderblicher Lebensmittel.
Der Zentralmarkt von Salamanca, einer der bekanntesten in Kastilien und León, kann zusammen mit den damaligen Gesundheitsgesetzen und -vorschriften als Vorläufer der fortschrittlichen Lebensmittelsicherheit angesehen werden, die wir heute genießen.
Industrie und Handel aus Salamanca
Im Laufe der Ausstellung werden verschiedene Exponate aus bedeutenden Industrien und Geschäften Salamancas gezeigt. Wir verweisen auf die wichtigsten Mühlen der Stadt: El Sur, Santa Elena und El Ángel. Schokoladenfabriken wie die von Enrique Prieto oder Jorge Espinel aus Cantalapiedra. Im Bereich, der den fotografischen Studios von Salamanca gewidmet ist, erscheinen so bekannte Namen wie Almaraz, Huebra, Gombau oder Ansede. Im Jahr 2017 wurde die Ausrüstung zur handwerklichen Herstellung von Kerzen, die von der jahrhundertealten Familie Cacho verwendet wurde, hinterlegt und musealisiert. Die älteste Industrie Salamancas, Mirat S.A., hat eine spezielle Vitrine in unseren Sälen, auch die ehemals florierende und etwas unrühmliche Geschichte des Bankwesens von Salamanca ist vertreten, usw.
Entlang des Rundgangs gibt es interaktive Ressourcen und genügend Informationen, um mehr zu erfahren und den Besuch zugleich unterhaltsam und anregend zu gestalten.